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Deutsches Jugendinstitut fordert berufsbegleitende, akademische Qualifikation für Erzieher/innen - Bestätigung für IfPM-Konzept

In seinem aktuellen DJI Bulletin 80 "Kindertagesbetreuung in Deutschland" fordert das Deutsche Jugendinstitut (DJI) dringend berufsbegleitende Qualifikationsmaßnahmen für Erzieher/innen, wie sie am IfPM angeboten werden, und kritisiert zugleich den geringen Grad der Akademisierung und damit die Qualifikation des pädagogisch tätigen Personals. Zugleich unterstreicht das DJI: "Es gibt wohl keine andere Berufsgruppe, die so fortbildungswillig ist."

Der politisch beschlossene, quantitative Ausbau der Angebote in der Kinderbetreuung müsse daher mit einer  qualitativen Verbesserung einhergehen - und die sei nicht ohne Qualifizierungsoffensive für das betreuende Personal zu erreichen. Personal mit akademischem Abschluss bilde bislang die Ausnahme. Laut DJI fehle diese Qualifikation 96 Prozent der insgesamt 350.000 beschäftigten Pädagogen (ohne Lehrer). Gerade für Leitungsfunktionen stehe zuwenig qualifiziertes Personal zur Verfügung.

Wie das IfPM sieht auch das DJI in der berufsbegleitenden Qualifizierung von Pädagogen eine große Chance: "Um auf breiter Ebene zur Professionalisierung der Arbeit in Kindertageseinrichtungen beizutragen, sind zukünftig unterschiedliche Lösungen erforderlich. Dabei bilden intelligente Formen der Kooperation und Vernetzung zwischen Ausbildung und Studium, zwischen Fachschule und Hochschule sowie zwischen Berufstätigkeit und Weiterbildung zentrale Ansatzpunkte." Und weiter: "Die Akademisierung der Ausbildung von Erzieher/innen erscheint als wesentliche Strategie, die Qualifikationsstrukturen der Kindertageseinrichtungen an das Bildungsniveau in anderen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe anzugleichen."

So könne das bisherige Berufsprofil der Erzieherin bzw. des Erziehers im Lichte der vielfach diskutierten, deutlich erweiterten Erwartungen nicht mehr das alleinige Zukunftsmodell sein. Übersetzt bedeutet dies, dass berufstätige Erzieher/innen, die sich nicht zusätzlich qualifizieren, alsbald im Schatten jüngerer, besser ausgebildeter Konkurrenten stehen werden. Zugleich sieht das DJI für qualifizierungswillige Erzieher/innen gute Berufsaussichten, da bis 2013 rund 50.000 zusätzliche Fachkräfte allein in Kindertageseinrichtungen benötigt würden.

Inhaltlich fordert das DJI ausdrücklich den Ausbau von Kommunikations- und Leitungskompetenzen für Erzieher/innen. Geographisch sieht das DJI den größten Qualifizierungsbedarf im ländlichen Raum.

Link zum DJI-Bulletin 80...